Vom Donnerstag, den 21. August, bis Mittwoch, den 27. August 2025 hatten wir, die Klasse 12h, die außergewöhnliche Möglichkeit, an der fünftägigen, neu entwickelten Summer School der RPTU in Kooperation mit dem HHG teilzunehmen. Dabei wurden uns Einblicke in die unterschiedlichsten, naturwissenschaftlichen Themen gewährt, wie sie auch im Studium an der Universität behandelt werden.
Vormittags stand jeden Tag eine mehr oder weniger theoretische Einheit an, die uns das benötigte Wissen für den praktischen Teil am Nachmittag vermittelte. Hierbei durften wir immer wieder Fragen stellen und diese wurden stets verständlich beantwortet und erläutert. Zwecks Stärkung waren wir eingeladen, uns mittags in der Uni-Mensa aus den drei Essenangeboten unseren Favoriten auswählen und zu verspeisen.
Donnerstag und Freitag der ersten Schulwoche wurden wir zunächst von Wissenschaftlern des Fachgebiets Fügetechnik sowie des Leibniz-Instituts für Verbundwerkstoffe, kurz IVW, betreut. Das Institut arbeitet mit der RPTU zusammen und befindet sich auch direkt neben den Uni-Gebäuden.
Am Donnerstag beschäftigten wir uns gemeinsam mit Herrn Prof. Geiß mit polymeren Klebstoffen. Anhand von selbst durchgeführten Experimenten wurde uns die Wirkungsweise der sogenannten 1-K und 2-K Klebstoffe nähergebracht, bevor wir uns die chemischen und physikalischen Grundlagen dahinter angeschauten. Nachmittags durften wir dann im Labor selbst Hand anlegen und sogar unsere eigenen Handyhalter und Untersetzer zum Mitnehmen bauen.

Am Freitagvormittag setzten wir uns, nach einer kurzen Vorstellung des Instituts, unter Anleitung von Herrn Prof. Breuer mit den Verbundwerkstoffen auseinander: Was sind Verbundwerkstoffe? Wo kann man sie finden? Was macht sie so besonders? Den anderen theoretischen Teil zum Thema Herstellungsfahren der Stoffe führte Herr Prof. Dr.-Ing. Neumeyer durch und zeigte uns dafür auch Videos beispielsweise aus den riesigen Airbus-Produktionshallen in Hamburg. Nach der Mittagspause ging es für uns zum praktischen Teil über. Aus Verbundwerkstoffen mit Naturfasern durfte jede und jeder von uns ein eigenes Frisbee aus einem vorbereiteten Materialstück pressen und dieses im Anschluss während einer kleiner Bewegungspause ausprobieren. Den Tag beendeten wir mit zwei verschiedenen Prüfungen des Materials und einer kurzen Führung durch die eigenen Produktionshallen des Instituts.
Tag 3 des Projektes begannen wir im Stuhlkreis mit einer kleinen Theorieeinheit rund um den CO2-Fußabdruck, die Hintergründe hinter dem Energieverlust durch Reibung und die verschiedensten Getriebe. Darüber hinaus konnten wir während einer Führung durch das Gebäude des MEGT, was die Kurzform für den Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik ist (Leitung: Hr. Prof. Koch), einen Eindruck von diesem Fachbereich gewinnen. Nach dem Mittagessen bauten wir selbst Getriebe zusammen und durften mehr über das Studienfach Ingenieurswissenschaften und den Ablauf eines solchen Studiums lernen.
Am Dienstag ging es dann mit dem Thema Robotik (Lehrstuhl für Computational Physics in Engineering, Fr. Prof. Payrebrune) weiter: Wir wurden zunächst ein wenig über unser Vorwissen zu dem Thema befragt und konnten dann mehr über Roboter in beispielsweise der Industrie oder der Medizin erfahren. Auch durften wir die Grenzen dieser „herkömmlichen“ Roboter kennenlernen und auch eine Alternative: Soft-Robots. Diese probierten wir im nächsten Schritt auch selbst aus. Am Nachmittag durften wir einen Roboterarm mit unterschiedlichen Motoren selbst teilweise zusammenbauen und so programmieren, dass dieser Arm einen Tischtennisball aufheben konnte.


Unseren letzten Tag an der Uni verbrachten wir in der Bioverfahrenstechnik (Leitung Hr. Prof. Ulber). Wir durften viel Neues über Mikroorganismen und Algen lernen und, wie auch schon an den anderen Tagen, selbst Hand anlegen. Mithilfe unterschiedlicher Versuche mit Hefe, die teilweise wirklich spektakulär aussahen, lernten wir die verschiedenen Optima des Mikroorganismus kennen, beispielsweise den optimalen Zucker, der notwendig ist, um die bestmögliche Reaktion zu erzielen. Nach weiteren Experimenten am Nachmittag, bei denen wir zum Beispiel die Spirulina kennenlernen durften, welche man als Farbstoff im Schlumpfeis findet, wurde die Summer School durch mit einem kleinen Einblick in die Studienfächer Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der RPTU durch den Geschäftsführer des Dekanats Maschinenbau u. Verfahrenstechnik Herrn Dr. Ripp beendet. Ein gemeinsames Foto wurde gemacht und ein T-Shirt zum Mitnehmen gab es auch.

Wir danken der RPTU und dem IVW für den sehr interessanten Einblick in ihr wissenschaftliches Wirken und sind dankbar für die Erfahrungen, die wir sammeln durften.
Bericht: Anna-Lena Hakenes (12h)