Badminton am HHG

Badmintontraining

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Ziel der Trainingsgestaltung am Heinrich-Heine-Gymnasium ist eine möglichst umfassende Ausbil­dung in technischer, taktischer und konditioneller Hinsicht. Dabei wird einer kontinu­ierlichen Auf­bauarbeit vor einem schnellen, reinen Erfolgsstreben Vorrang eingeräumt.

Der normale Trainingsablauf (vgl. Tab. S. 6) in der Woche sieht für die Klassen fünf und sechs pro Woche zwei Badminton-Einheiten und für die Klassen sieben bis zehn mindestens viermaliges badmintonspezifisches Training vor. Ab Klasse sieben finden die Übungsstunden früh morgens, nachmittags oder abends statt. Ein bis zwei Einheiten pro Tag werden hier angeboten, je nach Spielstärke bzw. körper­licher und mentaler Leistungsfähigkeit. Ein Kraft­training, das v. a. dem kontinuierlichen Muskel­aufbau und damit der Verletzungsprophylaxe dient, ist im Wochenablauf eingeschlossen. Ebenfalls obliga­torisch sind ein bis zwei Ausdauereinheiten, die grundsätzlich dem Aufbau und Erhalt der Grundlagenausdauer dienen sollen.

Die genannten Ziele können relativ individuell angestrebt werde. Die Größe der einzelnen Trainings­gruppen liegt z. Zt. im Normalfall zwischen vier und zwölf Schülern, sodass die Ge­staltung bezüglich Inhalten und Umfang auf den Einzelnen abgestimmt werden kann. Die Rea­lisierung der Zielsetzung wird weiterhin durch äußere Gegebenheiten erleichtert. Die zur Ver­fügung stehenden Hallen sind auf Badminton hin ausgerichtet. Die kurzen Wege zwischen Schule, Internat und Halle ergeben viel Zeitersparnis, ein nicht zu unterschätzender Faktor bei dem doch rela­tiv „vollgepackten“ Tagesablauf eines Sportschülers. Pro­blem bei der Belastungsdosierung be­züglich Umfang und Intensität ist eher die Vermeidung eines Übertrainings als ein zu geringes Übungsangebot, wie es oft im Vereinstraining zu beobachten ist. Die Trainingsplanung erfolgt in Abhängigkeit vom biologischen und badmintonspezifischen Entwick­lungsstand und den Wettkampfterminen unter möglichst großer Einbindung der Schüler. So werden z. B. Trainingspläne für Ferien im Detail und individuell mit den einzelnen Badmintonspielern abge­sprochen und auf die jeweiligen Trainingsbedingungen und -möglich­keiten abgestimmt. Ein Halbjah­resplan zur Belastungsgestaltung wird zu Beginn eines Schul­halbjahres mit den Schülern besprochen und hängt frei zugänglich aus, sodass Änderungswün­sche einfach und schnell an die Trainer herangetragen und ggf. berücksichtigt werden können.

Einmal im Jahr kann mit einer ausgewählten Kleingruppe eine sog. "Trainingswoche" durchgeführt werden. Ohne schulische Belastung und in einer anderen Umgebung erfolgt erfahrungsgemäß ein nicht unwesentlicher Motivationsschub. In den letzten Jahren weilten die Badmintonspieler z. B. in den Niederlanden, in Südtirol oder in der Schweiz, wobei teil­weise, je nach Saisonperiode, auch Skifahren auf dem Programm stand.

Zu diesem spezifischen Komplex gesellt sich der lehrplanmäßige Sportunterricht. In der Orientierungsstufe beinhaltet er vier, in der Mittelstufe zwei bis drei Stunden. In der Oberstufe ist die Belegung des Leistungsfa­ches Sport mit fünf bis sechs Wochenstunden für Sportschüler obligatorisch. Zum einen soll damit einer zu frühen, reinen Spezialisierung vorgebeugt werden. Zum anderen kann die Trainings­wirkung im Badminton durch Kenntnisse in Trainings- oder Bewegungslehre gesteigert und damit effizienter gearbeitet werden.

Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es in der Oberstufe die Auswahlmöglichkeit für die Schüler und Trainer der Optimal- oder Grundförderung. In der Optimalförderung wird die Sportklasse in einer kleinen Lerngruppe weiter geführt, die einen sehr individuellen Unterricht zulässt. Gleichzeitig ist ein Optimum an Trainingsmaßnahmen und Wettkampfabstimmung gewährleistet. Vorteil der Grundförderung ist die freie Fächerwahl, was aber im Normalfall mit einer Kürzung der Trainingszeiten einhergeht.

Die Einbindungen der Badmintonabteilung bzw. der Badmintontrainer des HHG in andere Ein­richtungen sind vielfältiger Art. Die Badmintonabteilung ist Teil des Nachwuchsstützpunktsystems im Deutschen Badmintonverband. Das beinhaltet auch die Zu­sammenarbeit mit dem Olympia­stütz­punkt Rheinland-Pfalz/Saarland, Bereich Badminton, in Saarbrücken, die sich z. B. auf Trainingsbesuche, sportmedizinische Untersuchungen oder Trainer­fortbil­dungen bezieht. Außer­dem sind alle an der Schule tätigen Trainer im Badmin­tonverband Rhein­hessen-Pfalz aktiv.

Namen wie Katrin Schmidt, Guido Schänzler, Stephan Kuhl, Volker Eiber, Michael Hel­ber, Uwe Ossenbrink, Thomas Wapp, Franklin Wahab, Jens Roch, Jan Junker, Jochen Cassel, Eva Mayer, Dieter Domke, Fabian Hammes, Jonas Geigenberger, Richard Domke, Alina Hammes, Luise Heim, Felix Hammes und Chiara Marino zeigen, dass der einge­schlagene Weg erfolgs­trächtig ist, wenn der entsprechende Leistungswille vorhan­den ist.

 

 

Informationen für Eltern, Schüler und Trainer

Seit 1982 existiert die Badmintonabteilung am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern. Trotz verstärkter Konkurrenz durch andere Einrichtungen (Olympiastützpunkt, Landesstützpunkte mit ver­mehrtem Trainingsangebot, Schulen mit entsprechenden Schwer­punkten) ist das Heinrich-Heine-Gymnasium nach wie vor eine der "ersten Adressen" für die Verknüpfung von gymnasialer Schul­ausbildung und Leistungssport. Für die Realisierung die­ser Zielsetzung wurde die Konzeption "Talentförderung durch Sportklassen" entwickelt.

Konzeption

Ausgangspunkt des Konzepts ist die Einheit von Lernen, Wohnen und Trai­nieren, d. h. die organisatorische, räumliche und personelle Verbindung von Schule, sportlichem Training und Wohnen. Hierdurch werden sonst oft auftretende Abstimmungsprobleme verringert, zeitrau­bende Wege entfallen. Dadurch kann gleichzeitig eine gute schulische Ausbildung, ein quali­fiziertes sportliches Training und genügend privater Freiraum für die Sportler gewährleistet werden. Dabei starten die Schüler im Regelfalle weiterhin für ihren Heimverein, zu dem die Schule bewusst nicht in Konkurrenz treten will.

Träger des Modells ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rhein­land-Pfalz, Unterstützung gewährt das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, der Landessportbund Rheinland-Pfalz, die Deutsche Sporthilfe, der Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland und die jeweiligen Fachverbände.

Schule

Das Abitur ist ein Hauptziel im Angebot der Schule, je nach den Voraussetzungen der Schüler kann aber auch die mittlere Reife oder der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden.

Zentraler Bestandteil des Modells ist die Sportklasse, in der nur Leistungssportler der fünf Sportarten unterrichtet werden, die derzeit am HHG angeboten werden (Badminton, Fußball, Judo, Radsport, Tennis). In der MSS erfolgt eine Differenzierung in Grund- und Optimalförderung (vgl. Schulprospekt).

Aufnahme

Die Aufnahme kann in alle Klassenstufen erfolgen. Für den schulischen Bereich ist bei Eintritt in die 5. Klasse der erfolgreiche Abschluss der Grundschule Voraussetzung, bei den übrigen Klassen das Versetzungszeugnis in die entsprechende Gymnasialklasse oder eine Empfehlung einer Haupt-, Real- oder Integrierten Gesamtschule bzw. das Bestehen einer Aufnahmeprüfung. Weiterhin können Hauptschüler nach der Klasse neun in die Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums übernommen werden. In die gymna­siale Oberstufe können Gymnasiasten mit Versetzung in Klasse 11 oder Haupt- und Realschü­ler (Klasse 10) mit einem positiven Gutachten oder bestandener Aufnahmeprüfung eintreten.

Auf sportlichem Sektor wird ab Klasse 7 im Normalfalle mindestens D-Kader-Niveau vorausgesetzt. In die 5. Klasse können Schüler aufgenommen werden, die bereits über leistungssportliche Erfahrungen im Badminton verfügen. Doch besteht auch die Mög­lichkeit, dass in einer Probewoche Schüler, die z. B. noch nicht lange die Sportart ausüben, ihre guten sportlichen Anlagen unter Beweis stellen können. In einer solchen Probezeit können natürlich auch die Schüler feststellen, ob sie sich mit den Gege­benheiten zurechtfinden. Die Probeschüler lernen den Ablauf im Unterricht, im Training und ggf. im Internat kennen, die Trainer machen sich ein Bild von den sportlichen Voraussetzungen und der sportlichen Leistungsfähigkeit der „Probewöchler“. Danach erfolgt von beiden Seiten eine Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit.

Informationen

Informationsmaterialien zum Modell „Talentförderung durch Sportklassen“ können angefor­dert werden beim Staatlichen Heinrich-Heine-Gymnasium, Im Dunkeltälchen 65, 67663 Kai­serslautern, Tel.: 0631/2010410. Ansprechpartner für allgemeine Auskünfte ist der Leiter des Sportzweiges, Studiendirektor Hermann Mühlfriedel, (Tel. 0631/2010414, Fax 0631/2010426) oder die Sekretärin des Sportzweiges, Frau Weil (0631/2010415, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auskünfte zur Förderung in der Sportart Badminton gibt der Lehrertrainer Edgar Hammes.

 

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19-20 T T T T T (mögl)
20-21         T
21-22         T

 

 

Ein Großteil des Unterrichts in diesen Sportklassen wird von den Lehrertrainern bestritten. Dies sind Lehrer, die gleichzeitig als Trainer in einer bestimmten Sportart an der Schule tätig sind. Sie stellen die Einheit von Lernen und Trainieren und damit eine entsprechende pädagogische Betreuung sicher. Dem gleichen Ziel dient die Einrichtung des „Erziehertrainers“, der zusätzlich zum Training Erzieherfunktionen im Internat wahrnimmt.

Für die Sportschüler wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. Bei der Terminierung der Klassen- bzw. Kursarbeiten wird - soweit möglich - auf wichtige Lehrgangs- und Wettkampftermine Rücksicht genommen. Das bedeutet, dass z. B. auf Montage nach oder auf Freitage vor derartigen Wettkämpfen in der Regel keine Kursarbeitstermine gelegt werden.

Vor allem auch wegen des Sports ist der Wochenablauf als Fünftageswoche organisiert. Das kann zwar mit Nachmittagsunterricht an zwei Tagen verbunden sein, aber auch mit dem Vorteil, dass die Wochenenden grundsätzlich für die Wettkämpfe freigehalten sind. Die Schulbefreiung für Wettkämpfe ist unproblematisch, solange gewisse unterrichtliche Anforderungen vom Sportler erreicht werden.

 

Wohnen

Auswärtige Sportler haben die Möglichkeit, von Montag bis Freitag zu günstigen Konditionen in dem der Schule angeschlossenen Internat wohnen zu können. Sportler aus dem Einzugsbereich der Schule können weiterhin im Elternhaus wohnen und die Einrichtung als Teilzeitinternat – mit Inanspruchnahme der Mensa und der Aufgabenbetreuung – nutzen.

 

Autor: Edgar Hammes, c/o Staatliches Heinrich-Heine-Gymnasium, Im Dunkeltälchen 65, 67663 Kaiserslautern, 06 31/20 10 40