Beim 73. Europäischen Wettbewerb, der unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ stand, waren Lernende des HHG wieder sehr erfolgreich. Im Theodor-Zink-Museum in Kaiserslautern fand am 21. Mai 2026 auf kommunaler Ebene die Preisträgerehrung statt, zu der die Europa-Union Kaiserslautern eingeladen hatte. Im Rahmen dessen konnten alle Preisträger:innen die Arbeiten der anderen sehen und sich während des anschließenden Empfangs austauschen. Am 26. Mai 2026 nahm Mayra Rothhaar zudem an der landeszentralen ganztägigen Abschlussveranstaltung zur Auszeichnung der 1. Landespreisträger:innen in Mainz teil.
Mayra Rothhaar, 6h, gestaltete eine Erzählung, bei der sie Märchenhaft-Fantastisches mit ihrer eigenen Lebenswelt verknüpft und eine (fantastische) Entstehungsgeschichte des Kaiserslauterer Platzes „Platz der Kinderrechte“ zum Thema „Kinderrechte – (k)ein Märchen?“ verfasst hat. Mit ihrem originellen Text zeigt sie die Bedeutung von Kinderrechten auf und betont die große Bedeutung von Gemeinschaft. Sie erlangte einen 1. Landespreis.
Auch Anna Cleemann, 11h, erreichte mit ihrer sehr tiefgründigen, überaus intensiven Arbeit zu dem Thema „Die Gedanken sind frei …“ einen 1. Landespreis. Ihr animierter Kurzfilm zeigt am Anfang durch das Einsperren eines Jungen, wie Menschenrechte heutzutage verletzt werden. Nach dem Auftauchen eines Schlüssels bzw. der EMRK wird durch die Alltagsszenen gezeigt, wie Menschenrechte heutzutage sein sollten. Die Narration am Ende besagt, wie mit Menschenrechten in der Zukunft umgegangen und wie diese verbessert werden können bzw. sollten, wofür sich Europa auch einsetzt. Anna zeigt mittels ihrer Arbeit eindringlich, dass Menschenrechte zerbrechlich sind, wenn sie nicht durch die Gesellschaft und Rechte verteidigt werden. Die beste Voraussetzung dafür ist eine aktive Demokratie.
Philipp-Jonathan Huf, 11h, gestaltete ebenfalls ein Video zu dem gleichen Thema und gewann einen 2. Regionalpreis. Mit seinem Video thematisiert er den Infoüberfluss, den wir täglich in riesigen Mengen konsumieren. Diese geben einem jedoch kaum Zeit, eine eigene Meinung zu bilden – Manipulation ist möglich. Daher sollte man sich wie in der letzten Videoszene der Arbeit von Philipp-Jonathan Zeit nehmen und mehr reflektieren sowie Infos prüfen.
Anna Knoth, 12h, verfasste einen sehr feinsinnigen, eindringlichen Text zu dem Thema „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“. In ihrem Text beschäftigt sie sich damit, dass Klimaschutz nicht nur Flora und Fauna einschließt. Auch Menschen sind direkt betroffen, beispielsweise Inselbewohner:innen, die in Zukunft um ihren Lebensraum bangen müssen. Dies hebt Anna heraus, da dies stärker in den Blick genommen werden sollte im Sinne von Klimagerechtigkeit als Prüfstein europäischer Verantwortung. Sie gewann mit ihrer Arbeit einen 1. Regionalpreis.
Norwin Mertins, 11h, beschäftigte sich mit dem Thema „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“. In einem sehr reflexiven, genau recherchierten Text setzt er sich damit auseinander, dass Wohnen ein essenzieller Bestandteil von Leben ist und alles andere bedingt. Dementsprechend sollte Europa sich seiner Meinung nach viel intensiver dafür einsetzen, dass jeder menschenwürdig wohnen kann. Norwin erreichte mit seiner Arbeit einen 2. Landespreis.
Der Abiturient Nick Wittmann befasste sich mit dem Thema „Die Gedanken sind frei …“ bildnerisch intensiver. Sind Gedanken frei, wenn man es gewohnt ist, Realität zu vermeiden und stattdessen in einer künstlich gefilterten Welt zu verbleiben? Gedanken bewegen sich oft nur in vorgegebene Rahmen. Durch diesen Konsum wird eigene Meinungsbildung langsam ersetzt. Nick stellt in seinem Bild sog. Brainrot dar, der durch konstante Reizüberflutung entsteht. Durch algorithmisch gefilterte Inhalte und KI-generierten Massencontent wird man auf schnelle Dopaminreize konditioniert, reale Welt zunehmend ausgeblendet. Umso wichtiger ist es für Nick, dass sich Europa dagegen einsetzt. Er erreichte einen 2. Regionalpreis.
Wir gratulieren allen Preisträger:innen herzlich!
J. Wierzbicki

