Drei Tage, zahlreiche kreative Konstruktionen und eine beeindruckende Ausbeute an Preisen: Auch bei hochsommerlichen Temperaturen bewiesen die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums bei Explore Science 2026 in Mannheim großen Erfindergeist.
Unter dem Motto „Erfindungen & Entdeckungen“ feierte Explore Science in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Vom 17. bis 21. Juni verwandelte sich der Mannheimer Herzogenriedpark in eine große Experimentierlandschaft. Die Wettbewerbe für die weiterführenden Schulen fanden von Mittwoch bis Freitag statt.
Ein erfolgreicher Auftakt mit Verschlüsselungen und Papierbrücken
Bereits am Mittwoch reiste die erste Gruppe des HHG nach Mannheim. Obwohl die Temperaturen im Wettbewerbszelt zunehmend anstiegen, behielten die Heine-Tüftlerinnen und -Tüftler einen kühlen Kopf.
Beim Wettbewerb „Enigma“ bestand die Aufgabe darin, ein eigenes Verfahren zu entwickeln, mit dem beliebige Texte verschlüsselt und anschließend wieder entschlüsselt werden können. Besonders gefragt waren dabei ungewöhnliche und kreative Ideen.
Hier überzeugten Julian Hahn und Arian Sadegh Azar aus der 11h die Jury gleichermaßen. Da sich die Jurorinnen und Juroren nicht entscheiden konnten, welche der beiden Lösungen stärker war, wurden beide Schüler mit einem dritten Platz ausgezeichnet. Damit erhielten sie jeweils ein Preisgeld von 200 Euro.
Auch die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HHG machten gleich bei ihrem ersten Explore-Science-Besuch auf sich aufmerksam: Die Newcomer Amira Darovska, Ludwig Heyer, Sofie Jordan, Lou McDonagh und Jana Vollmer aus der 5h erhielten für ihren besonders kreativ gestalteten Mandala-Beitrag einen Sonderpreis. Auch Helene Bauer (5h) und Nils Jochum (6h) zeigten ihre kreativen Ansätze und erhielten eine Teilnameurkunde.

Ein Gramm Papier für den ersten Platz
Am Donnerstag wurde es im Herzogenriedpark noch heißer – und für eine weitere große Gruppe des HHG ging es im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus. Im Wettbewerb „Crashtest“ musste eine möglichst leichte Schutzhülle für ein rohes Ei entwickelt werden. Als Baumaterialien waren ausschließlich Papier, Pappe und Flüssigklebstoff erlaubt. Die Konstruktionen wurden nacheinander aus 50 Zentimetern, einem Meter und 1,50 Metern Höhe fallen gelassen. Das Ei musste alle drei Aufpralle unbeschädigt überstehen.
Das Team Tillmann Christ, Yunus Kayrak und Elena Mahmud aus der 7h fand dafür eine ebenso einfache wie geniale Lösung: Aus nur einem einzigen Blatt Papier formten die Schülerinnen und Schüler eine Art Eistüte, in der das Ei sicher untergebracht wurde. Die Konstruktion wog gerade einmal ein Gramm – und bestand dennoch sämtliche Falltests.
Mit diesem außergewöhnlichen Ergebnis sicherte sich das Team den ersten Platz und ein Preisgeld von 500 Euro. Leichter, erfolgreicher und einfallsreicher hätte die Lösung kaum sein können.
Dieser Wettbewerb lockte nicht nur die meisten HHG-Schüler nach Mannheim, sondern war an sich sehr gut besucht, weshalb die Konkurrenz groß war und keine weiteren Platzierungen erreicht wurden. Wir danken den folgenden Gruppen, dass sie sich der Herausforderung gestellt haben:
Helene Bauer (5h); Emil Meyer, Davi Falcao und Peter Steinbrenner (6h); Mingxi Cao und Amira Darovska (5h); Katharina Stadtfelder (6h), Mayra Rothhaar (6h); Emily Zhang, Christoph Spohr und Mats Lehnigk-Emden (7h); Benjamin Farsadpour (7h)
Im Wettbewerb „Binärcode“ musste eine Apparatur konstruiert werden, die 200 schwarze und weiße Tischtennisbälle vollautomatisch voneinander trennt. Die komplett durchmischten Bälle mussten gleichzeitig in die Maschine eingefüllt werden. Anschließend hatte die Konstruktion maximal drei Minuten Zeit, um die Bälle fehlerfrei und ohne äußere Einwirkung in getrennte Behälter zu sortieren. Bei gleicher Genauigkeit entschied die kürzeste Sortierzeit.
Alle Gruppen wurden mit Teilnahmeurkunden ausgezeichnet. An den Start gingen: Jana Vollmer, Amira Darovska und Ludwig Heyer (5h) sowie Tim Lezius aus der 7h.

Verblüffende Bewegung und Kunst mit Beyblades
Am Freitag erreichte die Hitze schließlich ihren Höhepunkt. Doch auch am dritten Wettbewerbstag ließen sich die Schülerinnen und Schüler des HHG weder von der Sonne noch von den hohen Temperaturen bremsen.
Unsere fleißigsten Ingenieurinnen und Ingenieure Sofie Jordan, Amira Darovska, Ludwig Heyer, Lou McDonagh und Darong Chen aus der 5h traten beim Wettbewerb „Perpetuum Mobile“ an. Gefordert war eine Konstruktion, die den Eindruck erweckt, sich ohne erkennbare Energiezufuhr dauerhaft zu bewegen. Besonders wichtig waren eine möglichst gut verborgene Energiequelle, technische Raffinesse und eine verblüffende Präsentation.
Mit ihrer Konstruktion erreichte die Gruppe einen hervorragenden vierten Platz. Damit bewiesen die Schülerinnen und Schüler bereits bei ihrer ersten Teilnahme, dass sie sich auch gegen deutlich ältere Konkurrenz erfolgreich behaupten können. Weitere Konstruktionen kamen von Ruqaiya Eldesouky, Romy Schwarz und Maria Derieth (6h); Shayan Sadegh Azar (7h); und Max Engelhard (11h).
Für einen besonders farbenfrohen Abschluss sorgte Max Engelhardt aus der 11h bei der „Picasso-Maschine“. In diesem Wettbewerb musste eine selbstständig arbeitende Apparatur innerhalb von drei Minuten ein nicht reproduzierbares Kunstwerk erschaffen. Bewertet wurden sowohl die Originalität des Mechanismus als auch der künstlerische Ausdruck des entstehenden Bildes.
Max verwandelte vier Beyblades in ungewöhnliche Malwerkzeuge. Die mit Farbe versehenen Kreisel wurden in einer eigens gebauten Arena gestartet, deren Boden aus einer Leinwand bestand. Durch ihre schnellen, nicht vorhersehbaren Bewegungen verteilten die Beyblades die Farbe immer wieder neu – und erschufen so ein echtes Unikat. Die Verbindung aus Physik, Bewegung und Kunst begeisterte die Jury. Max wurde mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 300 Euro ausgezeichnet.
Auch die anderen Teilnehmenden des HHG zeigten eine enorme Kreativität bei dieser Aufgabe:
Antonia Carr, Mingxi Cao und Leana Lee (5h) ; Sofie Jordan Amira Darovska, Lou McDonagh, Ludwig Heyer und Jana Vollmer (5h); Shayan Sadegh Azar (7h); Frederik Seibel und Holger Meier (10h)

Erfindergeist kennt keine Altersgrenze
Vom ersten Wettbewerb am Mittwoch bis zur letzten Preisverleihung am Freitag zeigte sich, wie viel Kreativität, Ausdauer und technisches Verständnis in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Besonders erfreulich war, dass sowohl erfahrene Teilnehmende aus der Oberstufe als auch Newcomer erfolgreich waren.
Mit einem ersten Platz, einem zweiten Platz, zwei dritten Plätzen, einem vierten Platz, einem zehnten Platz und mehreren Sonderpreisen kehrte das Heinrich-Heine-Gymnasium aus Mannheim zurück. Mindestens ebenso wertvoll wie die Preisgelder waren jedoch die Erfahrungen, die spannenden Begegnungen und die Erkenntnis, dass eine überzeugende Erfindung manchmal nur ein Blatt Papier, vier kreisende Beyblades oder eine zunächst verrückt erscheinende Idee benötigt.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesen großartigen Leistungen!