Judo: Livian Hermann überzeugt mit Willen und Charakter

Beim Sichtungsturnier der U15-Judokas präsentierten sich die Lauterer Athleten vor den Augen der Bundestrainer, sammelten Medaillen – oder wichtige Erfahrungen.

Ein Platz unter den Kaderathleten ist für ambitionierte Sportler, egal in welcher Sportart, schon sehr erstrebenswert. Gilt natürlich auch fürs Judo, erst recht, weil es sich um eine olympische Disziplin handelt. Sich und sein Können, bei Sichtungen vor den Augen der Bundestrainer präsentieren zu können, das bringt für die allermeisten positiven Puls.

In Backnang, dem Sichtungsturnier der U15, gingen die aus Kaiserslautern angereisten Judokas der Heinrich-Heine-Sportschule auf die Matte, und es lief vor allem für Livian Hermann vom JSV Kaiserslautern gut. Im großen Feld der 34 Athleten, alle mit ihm in der Gewichtsklasse bis 46 kg, startete der Lauterer taktisch gut eingestellt in die Kämpfe und gewann die ersten beiden. Im dritten Kampf ging es für ihn um den Einzug ins Halbfinale. Selbst in der Verlängerung stand das Unentschieden im Raum. Somit mussten die Kampfrichter eine Entscheidung treffen und die fiel knapp zugunsten des Gegners aus.

Erfolgreiche Trostrunde

Auf Livian wartete die Trostrunde. Mit ordentlich Kondition und viel Kampfgeist bestritt er weitere drei Kämpfe – erfolgreich, wenn auch teils mit der entscheidenden Wertung in letzter Sekunde. Im anschließenden Kampf um Platz drei war nicht zu übersehen, wie viel Kraft Livian auf dem Weg bis hierher auf der Matte gelassen hatte. „Livian mobilisierte noch einmal all seine Kräfte, zeigte großen Willen und Charakter und sicherte sich schließlich verdient die Bronzemedaille“, freut sich HHG Trainer Uli Scherbaum über die gezeigte Leistung. In Backnang am Mattenrand äußerte sich der hauptamtliche HHG Trainer Aydin Kempirbaev absolut beeindruckt von der gezeigten Leistung von Livian.

In der Klasse plus 66 kg, erreichte der HHGler Dean Kurumidi Platz sieben und konnte damit Sichtungspunkte sammeln. Für Theo Wittek war bei dieser Sichtung, außer der wertvollen Erfahrung im Kampf mit wechselnden und unbekannten Gegnern, keine Platzierung zu erreichen.

 

Bronzemedaillengewinner Livian Hermann mit HHG-Trainer Aydin Kempirbaev am Mattenrand in Backnang. Quelle: HHG/oho
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