Für das Heinrich-Heine-Gymnasium markierten der vergangene Donnerstag und Freitag (23. und 24. April 2026) den feierlichen Abschluss der diesjährigen Wettbewerbsrunde. Nachdem bereits im März die älteren Schüler beim Landeswettbewerb in Ludwigshafen gezeigt hatten, dass das Forschen an unserer Schule großgeschrieben wird, durften sich nun die Regionalsiegerinnen und Regionalsieger von Jugend forscht Junior auf Landesebene messen.
Die Firma Boehringer Ingelheim hatte dazu in ihre große Zeltanlage eingeladen. Dort versammelten sich zahlreiche Regionalsiegerinnen und Regionalsieger aus dem gesamten Bundesland, wobei besonders die Fachgebiete Biologie und Chemie stark besetzt waren. Am Donnerstagvormittag stellten sich unsere Teilnehmenden den kritischen Fragen der Jury und präsentierten ihre Projekte mit berechtigtem Stolz. Landeswettbewerbsleiterin Dr. Ulrike Dittberner gratulierte allen bereits zur Begrüßung – denn wer als Siegerin oder Sieger nach Ingelheim reist, hat bereits Außergewöhnliches geleistet.
Nachdem die Projekte am Nachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt worden waren, konnten sich die Jufos bei einem Unterhaltungsprogramm mit Tanzeinheit auspowern, bevor es in die angemietete Jugendherberge nach Bingen ging. Nach einem gemütlichen Spieleabend mit Frau Schneider kehrte die Gruppe am nächsten Morgen zu Boehringer Ingelheim zurück. Das Unternehmen lud im ansprechenden Ambiente zum Mittagessen und zur abschließenden Feierstunde ein, die neben der Siegerehrung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bot.
Unsere acht Schülerinnen und Schüler nehmen sicher bleibende Eindrücke mit nach Hause. Die Bandbreite unserer Delegation war groß: Sie reichte von Neulingen, die es auf Anhieb zum Landeswettbewerb geschafft haben, bis hin zu einem erfahrenen Teilnehmer (Mats), der in seinem dritten Jahr auch zum dritten Mal auf Landesebene vertreten war. Die betreuenden Lehrkräfte hoffen sehr, dass die acht Forscherinnen und Forscher der AG erhalten bleiben und noch viele weitere Projekte realisieren.
Die Projekte im Überblick
Helene Bauer (5h) und Nayla Menezes (8h), Ist süß gleich süß? , Fachgebiet Biologie
Von ihrer Leidenschaft für Süßes angetrieben, untersuchten Helene und Nayla, wie man den Zuckergehalt in Keksen reduzieren kann, ohne das Süßempfinden zu mindern. In verschiedenen Testreihen dienten andere Mitglieder der Forscher-AG als Testpersonen, um den Süßegrad von Haferkeksen zu bewerten – ohne zu wissen, worin sich die Proben unterschieden. Mit viel Backarbeit, einem liebevoll gestalteten Stand und einem Blick für die Umwelt (zwei alternative Keksverpackungen wurden getestet und direkt einem Recycling zugeführt) zeigten sie ihre Forschungsambitionen. Die Jury belohnte dies mit dem 3. Platz und dem Sonderpreis des Fachbereichs Chemie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz (ein Tag im NatLab).

Ruqaiya Eldesouky, Salomé Sittel und Milena Sattler (6h), Superfilter aus Samen, Fachgebiet Chemie
Dieses Dreiergespann hatte sich zum Ziel gesetzt, Schmutzwasser mithilfe von Samen zu reinigen. Hierfür entwickelten sie ein standardisiertes Untersuchungsverfahren mit kontrolliert verunreinigtem Wasser und testeten kreativ verschiedene Samenarten. Ihre Testsieger, Mais und Erdnuss, waren in der Lage, trübes Wasser wieder klar werden zu lassen. Ihre akribische Vorgehensweise und die souveräne Präsentation veranlassten die Jury dazu, ihnen den 3. Platz und den Sonderpreis Kraft des Wassers zuzusprechen.

Mats Lehnigk-Emden, Leo Liu und Shayan Sadegh Azar (7h), Simulation der Wasseraufnahmefähigkeit von Böden bei Hochwasser, Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften
Das Team um Shayan, Mats und Leo widmete sich dem hochaktuellen Thema Überschwemmungen. In einer selbst gebauten Konstruktion erzeugten sie Wellen, die eine Böschung überspülten, um die Wasseraufnahme verschiedener Uferböden zu messen. Nach dem Regionalwettbewerb arbeiteten sie weiter und simulierten mit einfachen Mitteln zusätzlich Stark- und Dauerregen, um die Aufnahmefähigkeit der Böden zu prüfen. Das hohe Maß an Eigenständigkeit, sowohl experimentell als auch in der schriftlichen Ausarbeitung, wurde von der Jury honoriert und mit einem 2. Platz ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesen Leistungen und zum erfolgreichen Abschluss des Wettbewerbs!