Landessportlerwahl: Miram Welte und Alessa-Catriona Pröpster erfolgreich

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 Pressemeldung des Landessportbundes:

Miriam Welte, Mathias Mester und GSV Neuwied machen das Rennen

Landessportlerwahl 2018: Bahnradsprinterin vom 1. FC Kaiserslautern gewinnt bereits zum fünften Mal / Nachwuchsförderpreis an Manuel Wagner und Alessa-Catriona Pröpster

Miriam Welte bei den Frauen, Mathias Mester bei den Männern und der Gehörlosen-Sportverein Neuwied bei den Teams heißen die Gewinner der 2018er Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB). Die Ehrung fand mit 200 Freunden, Familienangehörigen und Wegbegleitern der Athleten am Sonntagabend im Foyer des Landesfunkhauses des SWR in Mainz statt. In der Sendung „Flutlicht“ wurden die Gewinner anschließend auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem Para-Speerwerfer Mathias Mester landete erstmals ein Behindertensportler ganz oben auf dem Treppchen der Publikumsgunst. Und nicht nur das: Die kleinwüchsige Frohnatur vereinte stolze mit 24,70 Prozent der Stimmen auf sich. Dies bedeutete von allen drei Kategorien mit Abstand den Höchstwert. Verdient hat es der mehrfache Welt- und Europameister sowie Paralympics-Silbermedaillengewinner, der nie klein beigegeben hat, auf alle Fälle. Vielleicht war er nach Platz zwei im Vorjahr auch einfach mal reif für den Sieg. Platz zwei bei der 23. Auflage der Sportlerwahl erreichte Radrennsportler Pascal Ackermann von RW Edelweiß Kandel. Auf den 24-Jährigen, der als Aufsteiger der Saison im Profiradsport gilt, entfielen exakt 21 Prozent der Stimmen. Auf dem Bronzerang landete Ruder-Weltmeister Jason Osborne vom Mainzer Ruderverein mit 18,91 Prozent.

Bei den Frauen gab es ebenfalls eine Premiere: Bahnradsprinterin Miriam Welte vom 1. FC Kaiserslautern sicherte sich zum fünften Mal nach 2013, 2014, 2016 und 2017 den Sieg. Die 32-Jährige sammelt auch im Herbst ihrer Ka Tennis: Turniererfolge für Tim Stemmler (9s1) rriere Titel am Fließband. Bei der UCI-Bahn-WM im niederländischen Apeldoorn wurde Welte zweimal Weltmeisterin. Sie errang zum zweiten Mal Gold im 500-Meter-Zeitfahren und gewann mit Pauline Grabosch und Kristina Vogel im Teamsprint. Welte vereinte 23,61 Prozent der Stimmen auf sich und gewann damit relativ deutlich vor Hindernisläuferin Gesa Felicitas Kraus von Silvesterlauf Trier (21,66 Prozent). Krause hatte bei der Heim-EM in Berlin mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt ihren Titel über 3.000 Meter Hindernis verteidigt. Den dritten Platz sicherte sich mit 19,25 Prozent der Stimmen Speerwerferin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken. Für die 1,86 Meter große Ausnahmeathletin war 2018 das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere – Höhepunkt war der Gewinn des EM-Titels mit persönlicher Bestleistung von 67,90 Metern und einem Vorsprung von mehr als sechs Metern.

Etwas noch nie Dagewesenes ereignete sich auch in der Kategorie „Team des Jahres“. Hier hatte diesmal nicht wie so oft in den vergangenen Jahren ein Kunstrad-Duo die Nase vorne. Stattdessen machte mit den Gehörlosen-Tennisspielern Urs Breitenberger und Hans Tödter vom GSV Neuwied erstmals eine Mannschaft aus dem Behindertensport das Rennen – mit 22,70 Prozent. Zweiter bei der Landessportlerwahl wurden die Rennradsportler vom Team Lotto/Kern-Haus mit 22,05 Prozent der Stimmen, Die Aerobicturner der TG Nieder-Ingelheim vereinten 19,26 Prozent der Stimmen auf sich und wurden Dritter.

Der Nachwuchsförderpreis, den der Landessportbund zum zehnten Mal verlieh, ging an die 17 Jahre alte Alessa-Catriona Pröpster vom RSC Ludwigshafen, die als eine der großen deutschen Sprinthoffnungen gilt, sowie an das 19 Jahre alte Zehnkampf-Talent Manuel Wagner vom USC Mainz, der damit die Nachfolge seines Klubkollegen Niklas Kaul antrat.

Über den von der Jury zum sechsten Mal vergebenen Trainerpreis freute sich Udo Hussong, Trainer im LAZ Zweibrücken, der dort unter anderem seine Tochter Christin Hussong – Europameisterin im Speerwurf – unter seinen Fittichen hat.

Die Ergebnisse der Landessportlerwahl 2018 im Überblick:

Sportlerinnen

  1. Miriam Welte (32/1. FC Kaiserslautern)                                         23,61 Prozent
  2.         Gesa Felicitas Krause (26/Silvesterlauf Trier)                                21,66 Prozent
  3. Christin Hussong (24/LAZ Zweibrücken)                                         19,25 Prozent
  4. Jacqueline Lölling (23/RSG Hochsauerland)                                   18,13 Prozent
  5. Ricarda Funk (26/KSV Bad Kreuznach)                                           17,34 Prozent

Sportler

  1. Mathias Mester (32/1. FC Kaiserslautern)                                      24,70 Prozent
  2. Pascal Ackermann (24/RW Edelweiß Kandel)                                 21,00 Prozent
  3. Jason Osborne (24/Mainzer Ruderverein)                                       18,91 Prozent
  4. Denis Kudla (24/SV Alemannia Nackenheim)                                 18,52 Prozent
  5. Richard Schmidt (31/RV Treviris Trier)                                           16,87 Prozent

Teams

  1. GSV Neuwied (Gehörlosen-Tennis)                                                  22,70 Prozent
  2. Lotto-Kern Haus (Rennradsport)                                                     22,05 Prozent
  3. TG Nieder-Ingelheim (Aerobicturnen)                                             19,26 Prozent
  4. AV 03 Speyer (Gewichtheben)                                                          18,75 Prozent
  5. TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (Tischtennis)                              17,24 Prozent

Nachwuchsförderpreis männlich

Manuel Wagner (19 Jahre, Zehnkämpfer des USC Mainz; Platz 4 – U20-WM 2018)

Nachwuchsförderpreis weiblich

Alessa-Catriona Pröpster (17 Jahre, Bahnradsprinterin des RSC Ludwigshafen; Platz 1 Team-Sprint Junioren-WM, Platz 3 Einzelzeitfahren 500m Junioren-WM)

Trainerpreis

Udo Hussong (Trainer im LAZ Zweibrücken, u.a. von Tochter Christin Hussong, Europameisterin im Speerwurf)

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