Interkultureller Austausch bei Afrikanischem Menu

Schon lange wünschten sich unsere Schüler am Internat 3 ein afrikanisches Essen, da Frau Eberle oft von ihrem Leben in Westafrika und den Gerichten dort  schwärmt. Also bat sie einen Bekannten aus Burkina Faso, Justin Lassana Yao (Tänzer, Musiker und Schauspieler, der seit Jahren in Frankfurt lebt) einmal gemeinsam mit den Kids zu kochen. Das Menu, welches er mitbrachte, bestand aus „Alloko“ (frittierte Kochbananen) und „Riz Sauce Arachide“ (Reis mit Erdnusssauce). Ganz der afrikanischen Gewohnheit entsprechend blieb am gedeckten Tisch ein Platz für einen unvorhergesehenen Gast frei. Schlussendich fanden sich sogar mehrere zusätzliche Gäste ein und folgten brav der in Burkina Faso üblichen Tradition: vor dem Essen gründlich die Hände waschen, wobei man am Tisch bedient wird und mit einer Kanne Wasser über die Hände gegossen bekommt (siehe Foto). So konnten wir uns dann auch ganz ohne Besteck, wie es in Afrika ebenfalls Brauch ist, unser Essen vornehmen. Obwohl viele vor diesem Abend noch Bedenken wegen der Zutatenauswahl geäußert hatten (nicht jeder konnte Banane und Erdnuss etwas abgewinnen), musste doch schließlich jeder zugeben, dass Justin Yao wirklich sehr lecker für uns gekocht hatte. Auch war er ein für uns schon fast zu höflicher Gastgeber, so wartete Justin, bis wir alle (so gut wie) aufgegessen hatten, bis er sich das erste Mal etwas holte. Damit wollte er sicherstellen, dass er niemandem auch nur das kleinste Bisschen weg essen würde. Angeregte Gespräche über die doch verschiedenen Kulturen und Musik vom typisch afrikanischen Instrument Cora rundeten den Abend perfekt ab.
(Jonas Mann)

 

zwei Afrikaner beim Kochen2

 

Händewaschen2

 

bon appétit