Staatliches Heinrich-Heine-Gymnasium, Kaiserslautern 
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REBECCA MATTHES DEUTSCHE VIZEMEISTERIN

Unerwartet, aber nicht unverdient

 

... erreichte die rheinhessisch-pfälzische Kombination Rebecca Matthes und Bärbel Rösch

bei den 32. Deutschen Schülermeisterschaften die Vizemeisterschaft im Schülerinnendoppel.

Unerwartet, weil die dreizehnjährige Rebecca erst seit 3 Jahren Tischtennis spielt und die

Paarung zum ersten Mal zusammen an den Tisch ging.

Die ehemalige Leichtathletin Rebecca Matthes wechselte im Schuljahr 2004/05 von der Leicht-

athletik- in die Tischtennisabteilung des Heinrich-Heine-Gymnasiums, wo die Trainer Rebeccas

Talent für TT erkannten und sie bis zum Ende des Schuljahres 2005/06 ausbildeten. Nach dem schulischen Wechsel nach Worms wurde ihre sportliche Förderung  von den Trainern des RTTV

und der Mutter, die mit ihrer Tochter eine Vielzahl von Turnieren im südwestdeutschen Raum besuchte, fortgeführt.

Bärbel Rösch trainiert in den beiden Stützpunkten des PTTV in Kaiserslautern am HHG und in

Maikammer, wobei sie besonders für das Training in Kaiserslautern einen enormen zeitlichen Aufwand betreiben muss.

War das Erreichen der 2. Runde der Schülerinnendoppelkonkurrenz am Samstagnachmittag gegen das sächsisch-brandenburgische Doppel ein Muss, so schien die gesetzte westdeutsche Paarung Sillus/Hempe zu stark zu sein. Diese Erwartung wurde aber durch den Spielverlauf nicht bestätigt.

In allen Sätzen war das südwestdeutsche Doppel besser, führte meist mit 3-4 Punkten, um dann am Ende den Gleichstand zuzulassen, bzw. die Sätze 2 und 4 noch zu verlieren. In diesem Spiel zeigten sich die besonderen Stärken von Rebecca und Bärbel, Nervenstärke und Kampfgeist, gute VH-Topspins von Rebecca und ein gutes Schupf- und Blockspiel von Bärbel, aber auch die Schwächen im Aufschlagspiel und der Konzentration. Der 3:2 Sieg war hochverdient, hätte nach dem Spielverlauf aber 3:0 lauten müssen.

Im Viertelfinale ging es gegen das niedersächsische Doppel Müller/Radtke. Auch hier war ein 3:0 Sieg möglich, lag in der Luft. Leider gelang es nicht, das Niveau der beiden gewonnenen ersten Sätze überden gesamten dritten Satz beizubehalten, so dass dieser 11:13 verloren wurde. Nachdem auch der 4. Satz knapp an die Niedersachsen ging, sah es im 5. Satz bei einem 2:5 Rückstand nach dem Verlust des Spiels aus. Doch Rebecca und Bärbel konnten sich nochmals steigern und den 5. Satz 11:9 für sich entscheiden.

Der 3. Platz war geschafft. War noch mehr möglich? Waren die Spielerinnen bereist mit dem Erreichten zufrieden? Jedenfalls schien das baden-württembergische Doppel Richter/Sabo im Halbfinale nicht übermächtig zu sein. Überraschend souverän wurde der 1. Satz gewonnen. dafür ging im 2. Satz (4:11) gar nichts. Im 3. Satz fingen sich Rebecca und Bärbel wieder und spielten ihren besten Satz des Turniers (11:4). Bei einer 9:7 Führung und eigenem Aufschlag im 4. Satz war auf einen 3:1 Erfolg zu hoffen. Lange Aufschläge und ein Moment der Unentschlossenheit ließen Richter/Sabo gleichziehen, die ihrerseits bei einer 10:8 Führung im 5. Satz wie die Sieger aussahen, die beiden Matchbälle nicht nutzen konnten und 10:12 verloren. 

Das Überraschungsteam hatte das Finale erreicht, wo allerdings die übermächtige Petrissa Solja Gegnerin war.  Die deutliche 6:11, 8:11, 4:11 - Niederlage konnte die Freude über die Deutsche Vizemeisterschaft nicht trüben.

Mit diesem quasi posthumen Erfolg sorgten die beiden Spielerinnen für eine gewisse Genugtuung bei den Funktionären des Südwestdeutschen und des Pfälzischen Tischtennisverbandes sowie  vor allem bei den Tischtennistrainern des HHG, wurde doch von den für das Ausscheiden der Sportart Tischtennis Verantwortlichen als wesentliche Begründung die Erfolglosigkeit auf höherer Ebene angeführt.

 

Das erfolgreiche Doppel: Bärbel Rösch und Rebecca Matthes

 

                                 Text und Foto: K.G. Emmerich

 

 

 


 

 

 

                                                          

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letzte Aktualisierung 11/03/2009