Radsport am HHG
Die Trainingskonzeption am HHG orientiert sich am Nachwuchsprogramm des Bundes Deutscher Radfahrer, das einen systematischen Leistungsaufbau vor schnelle Erfolge stellt.
Deshalb liegt im Grundlagen- und Aufbautraining der Schwerpunkt zunächst auf einer komplexen Grundausbildung. Dabei werden im Bereich der allgemeinen Vielseitigkeit die Grundlagen für Aus-dauer, Kraft und Schnelligkeit geschaffen bzw. verbessert; auch Beweglichkeit und die koordinativen Fähigkeiten werden gefördert. Zur Verwirklichung der speziellen Vielseitigkeit werden die Bereiche Straße, Bahn, Cross und Mountainbike unter Beachtung aller Disziplinen und Strecken genutzt.
Im Anschlusstraining beginnt für 17-jährige die Spezialisierung auf eine Disziplin, die dann nach der Schulzeit in ein entsprechendes Hochleistungstraining münden soll. Kernstück der Gesamt-konzeption ist das im Nachwuchsprogramm enthaltene Stufenprogramm, das von Altersklasse zu Altersklasse einen systematischen Belastungsanstieg gewährleistet.
| Std. | Mo | Di | Mi | Do | Fr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | U | U | U | U | U |
| 2 | U | U | U | U | U |
| 3 | U | U | U | U | U |
| 4 | U | U | U | U | U |
| 5 | U | U | U | U | U |
| 6 | T | U | |||
| 7 | T | T | T | T | |
| 8 | T | T | T | ||
| 9 | U | T | T | T | |
| 10 | U | ||||
| 11 | HA | HA | HA | ||
| 12 | HA | HA | HA | ||
| 18:00 | HA | ||||
| 19:00 | HA | ||||
| 20:00 |
Tagesplan eines Radsportlers (Internatsschüler) der Klasse 8s ;
(U – Unterricht; HA – Hausaufgabenbetreuung; T – Training)
Der Trainingsablauf am HHG ist grundsätzlich so organisiert, dass nach der Talentfindung- und förderung in der 4. Klasse die Schüler der 5./6., 7./8., der 9./10. und der 11. bis 13. Klasse in jeweils eigenen Trainingsgruppen trainieren. Unabhängig von dieser Einteilung findet unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsstärke und des jeweiligen Spezialisierungsgrades der Sportschüler eine tiefergehende Trainingsdifferenzierung statt, so dass der Trainingsprozess in Absprache mit den Sportlern, ihren Eltern, Vereins-, Landes- oder Bundestrainern möglichst optimal individualisiert werden kann.
| Std. | Mo | Di | Mi | Do | Fr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | U | U | U | U | U |
| 2 | U | U | U | U | U |
| 3 | U | U | U | U | U |
| 4 | U | U | U | U | U |
| 5 | U | U | U | U | U |
| 6 | U | U | U | U | U |
| 7 | |||||
| 8 | T | T | T | T | |
| 9 | T | T | T | T | |
| 10 | U | T | T | T | |
| 11 | U | T | T | T | |
| 12 | U | T | T | T | |
| 18:00 | |||||
| 19:00 | P | ||||
| 20:00 |
Tagesplan eines Radsportlers (Internatsschüler) der Klasse 12s
(U – Unterricht; T – (Schul-)Training; P – Physiotherapie)
An der Schule können alle wesentlichen Rahmenbedingungen für ein leistungssportlich orientiertes Radsporttraining gewährleistet werden. Für das Straßentraining bietet das waldreiche Umland der Westpfalz mit vielen verkehrsarmen Straßen ideale Voraussetzungen. Die Variationsbreite der Streckenprofile reicht beispielsweise vom vollkommen flachen Lautertal über die kurzen steilen Steigungen der Sickinger Höhe bis zu den ca. 6 km langen Anstiegen von Johanniskreuz, Kalmit oder Donnersberg. Für das Motortraining steht den Trainern ein Motorroller zur Verfügung. Das Cross- und Mountainbike-Training findet sowohl im Pfälzer Wald statt, der unmittelbar an das Schulgelände angrenzt und nahezu unerschöpfliche Variationsmöglichkeiten bietet, als auch auf dem schuleigenen Technik-Parcours. Für das Bahntraining wird vorwiegend die Radrennbahn im ca. 10 km entfernten Schopp benutzt. Teilweise findet das Training auch auf der Bahn in Dudenhofen statt, die ca. 50 km von Kaiserslautern entfernt ist.
Für das allgemeine Konditions- und Krafttraining gibt es am HHG zwei große Sporthallen und drei Krafträume. Zur Absicherung des Radtrainings bei ungünstigen Witterungsbedingungen und für Spezialtraining steht den Radsportlern ein beheizbarer Ergometerraum zur Verfügung. Die Pflege und Aufbewahrung des Radmaterials erfolgt in speziell ausgestatteten Material- und Werkstatträumen. Durch die extrem kurzen Wege zwischen Schule, Internat und Trainingsstätten kann viel „kostbare“ Zeit gespart werden. Dies ist – bei den teilweise sehr hohen Trainingsumfängen der Radsportler und den Zeiterfordernissen der schulischen Ausbildung – ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch die Durchführung physiotherapeutischer Behandlungen an der Schule selbst führen zu einer deutlichen Zeiteinsparung.
Die enge Kooperation zwischen der Schule und dem Radsportverband Rheinland-Pfalz sowie dem Bund Deutscher Radfahrer wird auch darin deutlich, dass die Schule als Landesstützpunkt des Landesverbandes anerkannt ist und alle Radsporttrainer Verbandsfunktionen wahrnehmen:
Thomas Freienstein ist Trainer für den Mountainbike-Nachwuchs des BDR und wie Frank Ziegler Landesverbandstrainer, Hermann Mühlfriedel betreut den Jugendnationalkader des BDR und Udo Rudolf ist Präsident des Radsportverbandes Rheinland-Pfalz.
Zu den bekanntesten ehemaligen HHG`lern zählen zweifellos Olympiasieger Stefan Steinweg, die erfolgreichen Profis Kai Hundertmarck, Matthias Kessler, Jörg Jaksche und Karl Platt, Ex-Sechstageprofi Volker Diehl sowie Sprint-As Jan van Eijden (mehrfacher Weltmeister). Stellvertretend für die zahlreichen Sportlerinnen und Sportler, deren Erfolge viele vielleicht schon wieder vergessen haben und die hier ebenfalls die Schulbank drückten und gleichzeitig trainieren konnten, seien genannt: Robert Werner, 3. der Juniorenweltmeisterschaft 1980 im 1000m Zeitfahren; Sabine Fischer, Bronzemedaillengewinnerin der Straßenweltmeisterschaft der Juniorinnen 2004; Patrick Burkhart und John-Paul Fürus, Juniorenvizeweltmeister 1993 im Straßenvierer, Claudia Stumpf, Vizeweltmeisterin der Juniorinnen 2002, Benjamin Wittmann, Doppeljuniorenweltmeister im Teamsprint 2004 und 2005 sowie Miriam Welte, 2x Vizeweltmeisterin bei den Juniorinnen 2004 sowie mehrfache Europameisterin bei den Frauen.




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