Badminton am HHG

Informationen für Eltern, Schüler und Trainer

Seit 1982 existiert die Badmintonabteilung am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern. Seit 2004 darf sie sich auch Nachwuchsstützpunkt des Deutschen Badmintonverbandes nennen. Trotz verstärkter Konkurrenz durch andere Einrichtungen (Olympiastützpunkt, Landesstützpunkte mit vermehrtem Trainingsangebot, Schulen mit entsprechenden Schwer-punkten) ist das Heinrich-Heine-Gymnasium nach wie vor eine der "ersten Adressen" für die Verknüpfung von gymnasialer Schulausbildung und Leistungssport. Für die Realisierung dieser Zielsetzung wurde die Konzeption "Talentförderung durch Sportklassen" entwickelt.

 

Badmintontraining

Ziel der Trainingsgestaltung am Heinrich-Heine-Gymnasium ist eine möglichst umfassende Ausbildung in technischer, taktischer und konditioneller Hinsicht. Dabei wird einer kontinuierlichen Aufbauarbeit vor einem schnellen, reinen Erfolgsstreben Vorrang eingeräumt.

Der normale Trainingsablauf (vgl. Tab. S. 6) in der Woche sieht für die Klassen fünf und sechs pro Woche zwei Badminton-Einheiten und für die Klassen sieben bis zehn ein mindestens viermaliges badmintonspezifisches Training vor. Ab Klasse sieben finden die Übungsstunden früh morgens, nachmittags oder abends statt. Ein bis zwei Einheiten pro Tag werden hier angeboten, je nach Spielstärke bzw. körper-licher und mentaler Leistungsfähigkeit. Ein Krafttraining, das v. a. dem kontinuierlichen Muskelaufbau und damit der Verletzungsprophylaxe dient, ist im Wochenablauf eingeschlossen. Ebenfalls obligatorisch sind ein bis zwei Ausdauereinheiten, die grundsätzlich dem Aufbau und Erhalt der Grundlagenausdauer dienen sollen.

Die genannten Ziele können relativ individuell angestrebt werde. Die Größe der einzelnen Trainingsgruppen liegt z. Zt. im Normalfall zwischen vier und zwölf Schülern, sodass die Gestaltung bezüglich Inhalten und Umfang auf den Einzelnen abgestimmt werden kann. Die Realisierung der Zielsetzung wird weiterhin durch äußere Gegebenheiten erleichtert. Die zur Verfügung stehende Halle ist voll und ganz auf Badminton hin ausgerichtet. Bei der Vergabe der Hallenzeiten hat Badminton meist Vorrang. Die kurzen Wege zwischen Schule, Internat und Halle ergeben viel Zeitersparnis, ein nicht zu unterschätzender Faktor bei dem doch relativ „vollgepackten“ Tagesablauf eines Sportschülers. Problem bei der Belastungsdosierung be-züglich Umfang und Intensität ist eher die Vermeidung eines Übertrainings als ein zu geringes Übungsangebot, wie es oft im Vereinstraining zu beobachten ist. Die Trainingsplanung erfolgt in Abhängigkeit vom biologischen und badmintonspezifischen Entwicklungsstand und den Wettkampfterminen unter möglichst großer Einbindung der Schüler. So werden z. B. Trainingspläne für Ferien im Detail und individuell mit den einzelnen Badmintonspielern abgesprochen und auf die jeweiligen Trainingsbedingungen und -möglichkeiten abgestimmt. Ein Halbjahresplan zur Belastungsgestaltung wird zu Beginn eines Schulhalbjahres mit den Schülern besprochen und hängt frei zugänglich aus, sodass Änderungswünsche einfach und schnell an die Trainer herangetragen und ggf. berücksichtigt werden können.
Einmal im Jahr wird eine sog. "Trainingswoche" durchgeführt. Ohne schulische Belastung und in einer anderen Umgebung erfolgt ein nicht unwesentlicher Motivationsschub. In den letzten Jahren weilten die Badmintonspieler z. B. in den Niederlanden, in Südtirol oder in der Schweiz, wobei teilweise, je nach Saisonperiode, auch Skifahren auf dem Programm stand.

Zu diesem spezifischen Komplex gesellt sich der lehrplanmäßige Sportunterricht. In der Orientierungsstufe beinhaltet er vier, in der Mittelstufe zwei bis drei Stunden. In der Oberstufe ist die Belegung des Leistungsfaches Sport mit sechs Wochenstunden für Sportschüler obligatorisch. Zum einen soll damit einer zu frühen, reinen Spezialisierung vorgebeugt werden. Zum anderen kann die Trainingswirkung im Badminton durch Kenntnisse in Trainings- oder Bewegungslehre gesteigert und damit effizienter gearbeitet werden.

Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es in der Oberstufe die Auswahlmöglichkeit für die Schüler und Trainer der Optimal- oder Grundförderung. In der Optimalförderung wird die Sportklasse in einer kleinen Lerngruppe (max. 15 Schüler) weiter geführt, die einen sehr individuellen Unterricht zulässt. Gleichzeitig ist ein Optimum an Trainingsmaßnahmen und Wettkampfabstimmung gewährleistet. Vorteil der Grundförderung ist die freie Fächerwahl, was aber im Normalfall mit einer Kürzung der Trainingszeiten einhergeht.

Die Einbindung der Badmintonabteilung bzw. der Badmintontrainer des HHG in andere Einrichtungen ist vielfältiger Art. Die Badmintonabteilung ist Teil des Nachwuchsstützpunktsystems im Deutschen Badmintonverband. Das beinhaltet auch die Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland, Bereich Badminton, in Saarbrücken, die sich z. B. auf Trainingsbesuche, sportmedizinische Untersuchungen oder Trainerfortbildungen bezieht. Außerdem sind beide an der Schule tätigen Trainer im Badmintonverband Rheinhessen-Pfalz aktiv.

 

Std. Mo Di Mi Do Fr
0
T
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1 U T U T U
2 U U U U U
3 U U U U U
4 U
U U U
5 U U U U U
6




7




8 T
T

9 T
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10 U
T

11 U
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12 U
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18-19 T T
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19-20 T T
T T (mögl)
20-21



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21-22



T

Tagesplan eines Badmintonspielers der Klasse 12 s (Schuljahr 2009/10)

(U - Unterricht; HA - Hausaufgabenbetreuung; T - (Schul-) Training; VT - Verbandstraining; P - Physiotherapie)

 

Namen wie Katrin Schmidt, Guido Schänzler, Stephan Kuhl, Volker Eiber, Michael Helber, Uwe Ossenbrink, Thomas Berger, Gordon Teigelkämper, Gian-Piero Vargiu, Sandra Mirtsching, Kirsten Sprang, Franklin Wahab, Jens Roch, Jan Junker, Jochen Cassel, Eva Mayer, Dieter Domke, Fabian Hammes, Jonas Geigenberger oder die derzeitigen Nationalspieler Jan-Pascal Herzer, Luise Heim, Daniel Müller, Alina Hammes und Richard Domke zeigen, dass der eingeschlagene Weg erfolgsträchtig ist, wenn der entsprechende Leistungswille vorhanden ist.

Aufnahme

Die Aufnahme kann in alle Klassen erfolgen. Für den schulischen Bereich ist bei Eintritt in die 5. Klasse der erfolgreiche Abschluss der Grundschule Voraussetzung, bei den übrigen Klassen das Versetzungszeugnis in die entsprechende Gymnasialklasse oder eine Empfehlung einer Haupt-, Real- oder Integrierten Gesamtschule bzw. das Bestehen einer Aufnahmeprüfung. Weiterhin können Hauptschüler nach der Klasse neun in die Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums übernommen werden. In die gymnasiale Oberstufe können Gymnasiasten mit Versetzung in Klasse 11 oder Haupt- und Realschüler (Klasse 10) mit einem positiven Gutachten oder bestandener Aufnahmeprüfung eintreten.

Auf sportlichem Sektor wird ab Klasse 7 im Normalfalle mindestens D-Kader-Niveau vorausgesetzt. In die 5. Klassen können Schüler aufgenommen werden, die bereits über leistungssportliche Erfahrungen im Badminton verfügen. Doch besteht auch die Möglichkeit, dass in einer Probewoche Schüler, die z. B. noch nicht lange die Sportart ausüben, ihre guten sportlichen Anlagen unter Beweis stellen können. In einer solchen Probezeit können natürlich auch die Schüler feststellen, ob sie sich mit den Gegebenheiten zurechtfinden. Die Probeschüler lernen den Ablauf im Unterricht, im Training und ggf. im Internat kennen, die Trainer machen sich ein Bild von den sportlichen Voraussetzungen und der sportlichen Leistungsfähigkeit der „Probewöchler“. Danach erfolgt von beiden Seiten eine Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit.

Informationen

Informationsmaterialien zum Modell „Talentförderung durch Sportklassen“ können angefordert werden beim Staatlichen Heinrich-Heine-Gymnasium, Im Dunkeltälchen 65, 67663 Kaiserslautern, Tel.: 0631/2010410. Ansprechpartner für allgemeine Auskünfte ist der Leiter des Sportzweiges, Studiendirektor Hermann Mühlfriedel, (Tel. 0631/2010414, Fax 0631/2010426) oder die Sekretärin des Sportzweiges, Frau Weil (0631/2010415, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Auskünfte zur Förderung in der Sportart Badminton gibt der Lehrertrainer Edgar Hammes.

Autor: Edgar Hammes, c/o Staatliches Heinrich-Heine-Gymnasium, Im Dunkeltälchen 65, 67663 Kaiserslautern, 06 31/20 10 40