Staatliches Heinrich-Heine-Gymnasium, Kaiserslautern 
- Gymnasium mit Sportklassen und Internat -
Eliteschule des Sports
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Jugend trainiert für Olympia: Skilanglauf / Judo

Bundesfinale JtfO: Überraschung durch HHG-Judoka

Vom 26.2. bis 2.3. fand in Clausthal-Zellerfeld das diesjährige Bundesfinale für die Sportarten Skilanglauf und Judo statt.

Vertreten war hierbei auch das Heinrich-Heine-Gymnasium, dessen Jungenmannschaft sich im Judo über den Landesentscheid als Rheinland-Pfalz-Vertreter qualifiziert hatte.

Während die Skilangläufer wie erwartet keine vordere Platzierung erringen konnten, trumpften die Judoka des HHG bei dem Finalturnier groß auf.

Nachdem man mit Hoffnungen auf Platz 6 - 8 angereist war, hielt die Auslosung eine negative Überraschung bereit, musste man doch in der Vorrunde gegen das vorjährige Finalteam aus Hamburg und den nicht zu unterschätzenden Vertreter Thüringens antreten. So war es nicht verwunderlich, dass im Eröffnungskampf gegen die Hansestädter eine deutliche 5:0-Schlappe quittiert werden musste. Wollte man überhaupt unter die ersten Acht kommen, musste nun schon ein Sieg gegen die Thüringer her. Mit leicht veränderter Besetzung der Gewichtsklassen (die höchste blieb unbesetzt) gelang dies bei einem 4:0-Kampfergebnis eindrucksvoll. Mit Siegen beteiligt waren dabei Tobias Teucke, Niklas Ullmann, Peter Sauer und Matthias Trauth, während Marcus Müller unentschieden kämpfte.

Für die Finalrunde hatte man dann eine Berliner Eliteschule des Sports zugelost bekommen, gegen die man bei einem Sieg von "Matze" Trauth chancenlos 4:1 verlor.

Nach dem im Judo üblichen doppelten KO-System konnte man somit noch maximal den 3. Platz erreichen.

Ein erstes Hindernis auf diesem Weg sollte die von dem ehemaligen Olympiasieger und Weltmeister Udo Quellmalz gecoachte Bertolt-Brecht-Schule aus Nürnberg sein. Es ergab sich ein Duell auf Biegen und Brechen, das die HHG-Schüler bei einem 2:2-Kampfergebnis nur durch die besseren Unterpunkte von 20:17 für sich entscheiden konnten. Positiv in die Wertung kamen dabei Ullmann und Sauer.

Zwei weitere Kämpfe standen jetzt noch bevor, der erste gegen die Jungs vom Sportgymnasium Neubrandenburg. Mit dem Ziel der Medaille vor Augen gelang den Kaiserslauterer Judoka ein vor allem in der Höhe von 4:1 überraschendes Resultat, zu dem Teucke, Müller, Ullmann und Trauth mit Siegen beitrugen.

Wollte man nicht mit dem undankbaren (und schon des Öfteren erreichten) vierten Platz vorlieb nehmen, galt es jetzt noch einmal alle Kräfte zu konzentrieren. Leider traf man erneut auf die von ihrem Sportlerpotential deutlich überlegenen Berliner, gegen die nach den Erfahrungen des ersten Kampfes nur über einen Aufstellungspoker eine Minichance bestand.

Die leichteste und die schwerste Gewichtsklasse ließ man unbesetzt, lag somit zwar bei Kampfbeginn schon mit 0:2 zurück, hoffte aber, in den drei mittleren Klassen punkten zu können. Einen ersten Akzent setzte Tobias Teucke, der in der für ihn ungewohnten 50 kg-Klasse über sich hinauswuchs und den ersten Zähler für das HHG verbuchen konnte. Jetzt lag es an Niklas Ullmann, eine zwischenzeitliche 2:1-Führung herauszuholen. Dies gelang dem 55 kg-Mann mit einer vollen Wertung, einem Ippon, auf beeindruckende Art und Weise. Bei 2:1 für die Lauterer musste bis 60 kg der Berliner Junge unbedingt gewinnen, damit der kampflose Sieg eine Klasse höher überhaupt noch zählen konnte.Dieser Belastung verbunden mit den Gedanken an seine Niederlage gegen Trauth im ersten Kampf  war der Gegner nicht gewachsen; er agierte total hektisch und ohne Übersicht, so dass er kurz vor Kampfende in einen Konter des HHGlers lief und mit Ippon-Festhalter besiegt wurde.

Groß war die Freude der gesamten HHG-Delegation über diesen nie erwarteten Medaillenrang. Die am Abend feierlich verliehenen Bronzemedaillen erhielten die Judoka Tobias Teucke, Marcus Müller, Kevin Kaißling, Tobias Behrendt, Peter Sauer, Lukas Dein, Niklas Ullmann und Matthias Trauth.

 

Hier ein Foto des HHG-Teams beim Bundesfinale

Von links nach rechts: Niklas Ullmann, Peter Sauer, Matthias Trauth,

Tobias Teucke, Lukas Dein, Kevin Kaißling, Tobias Berendt, Marcus Müller

 

Text und Foto: Herbert Schwarz

 


 

 

 

                                                          

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letzte Aktualisierung 11/03/2009