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Ich bin der Meinung ...... dass Eliteschulen im
deutschen Sport unverzichtbar
sind. Es weihnachtet sehr: Immerhin rund 20 Monate vor den Olympischen Spielen in Peking erfuhr das Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern, dass ihm für den Rest des Olympiazykluses das Qualitätssiegel "Eliteschule des Sports" zuerkannt bleibt. Ein Geschenk des Himmels. Aber: Im Fokus stehen nur noch Radsport und Badminton als Schwerpunktsportarten. Das war so erwartet worden, das ist auch nachvollziehbar, weil vor allem in diesen beiden Sportarten konsequent und erfolgreich gearbeitet wurde. Als Auslaufsportarten am HHG gelten Tischtennis und Leichtathletik. Tennis, Fußball und vor allem Judo, wo sich durch eine neue qualitative Zusammenarbeit mit dem Judoverband Pfalz und dem JSV Speyer sogar neue Perspektiven eröffnen, bleiben im Angebot. Das alles ist mehr als nichts. Denn auch das Nichts stand zur Debatte, als das HHG nach Olympia 2004 wie alle anderen 37 deutschen Eliteschulen auf den Prüfstand geriet. Als eine von fünf Schulen musste das HHG sogar um die Anerkennung bangen. Der Schuss vor den Bug kam zur rechten Zeit, denn in der Koordination und Kommunikation aller Partner, die ein solches Projekt am Leben erhalten müssen, klemmte es zuletzt gewaltig. Nicht alle im Regionalteam waren sich über die Wichtigkeit dieser Eliteschule im klaren. Das gilt auch für
die öffentliche Wahrnehmung. Eliteschule -
was ist das? Warum und wofür? So wird doch draußen gefragt. Gleichermaßen in
Schule und Sport erfolgreich sein - das geht
heutzutage nur noch richtig gut mit solch einem Stützpfeiler in der
Nachwuchsförderung, für den sich im übrigen die Sparkassen-Finanzgruppe
als Allein-Förderer verdienstvoll einsetzt. Denn es handelt sich
wohlgemerkt um olympische Sportarten, die weitab von professionellem
Marketing und öffentlichem Interesse einen harten Überlebenskampf
führen. Nach der Schule übernimmt oft die Bundeswehr als größter
deutscher Sportförderer die Stützpfeiler-Funktion. Und: Das HHG kann sich weiter dem Wettbewerb stellen. Es braucht diese Magnetwirkung weit über die Pfalz hinaus, um talentierte Sportler als Schüler hierher zu locken, weil davon in der angespannten Konkurrenzsituation mit anderen Schulen die neuerliche Beurteilung abhängt. Im Radsport ist das HHG zum Beispiel die einzige Eliteschule im Westen und zudem sehr erfolgreich. Aktuelle Olympia- und WM-Kandidaten sind Benjamin Wittmann und Miriam Welte in der Nachfolge von Ex-Weltmeister Jan van Eijden. Für das HHG stark
gemacht hat sich konsequenterweise der
Radsportverband Rheinland-Pfalz und noch mehr der Bund Deutscher
Radfahrer. Mit beiden Verbänden gab und gibt es auch eine enge
personelle Verzahnung. Lehrer, Erzieher, Internatsleiter wie Udo
Rudolf, Hermann Mühlfriedel, Thomas Freienstein, Frank Ziegler und
Josef Schüller arbeiten auch als Trainer für die Verbände. Dahinter
verbirgt sich Erfolgsgarantie.
Klaus D. Kullmann |
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