Staatliches Heinrich-Heine-Gymnasium, Kaiserslautern 
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HHG Leichtathletinnen mit gutem 7. Platz beim Bundesfinale Jugend trainiert!


Über den Regionalentscheid (7014 Punkte), den Landesentscheid (7156 Punkte) qualifizierten sich unsere Mädchen in der WK III LA (Jg. 1990 - 1993) für das Bundesfinale der 16 Landessieger in Berlin am 19.09.05 .
Die Anfahrt- und Abfahrtzeiten wagen wegen ihrer Frühe anstrengend, das Hotel, in dem wir untergebracht waren, lag sehr weit von dem Mommsenstadion entfernt. Dafür waren die Mädchen hoch motiviert und wollten ihre Punktzahl unbedingt verbessern.

Bei optimalen Wettkampfbedingungen lagen wir im  Sprint und im Sprung  gleich an dritter Stelle, nur zwei Punkte hinter Berlin, aber vor dem Sportgymnasium Jena.

 Selbst das Sportgymnasium Neubrandenburg, der spätere souveräne Sieger, lag nur acht Punkte vor uns. Tamara Larkins und Nicole Kassler hielten gegen die besten Schülerinnen Deutschlands mit 9,76 bzw. 9,86 Sek. im 75-m-Sprint sehr gut mit. Im Weitsprung erreichte Tamara zum Saisonende 5,26m und wurde damit 5. in der Einzelwertung. Im Kugelstoß konnte Corinne Gabriel ihre guten Leistungen dieser Saison mit 10,59m bestätigen. Doch es gab aus Neubrandenburg und Jena Mädchen, die 13 bis knapp 15m weit stießen und die typische Kugelstoßerfigur schon mitbrachten.  Laura Stutzkeitz hielt im Kugelstoßen in ihrem Bereich gut mit, Laura Maurer hatte Schwierigkeiten.
Der befürchtete Einbruch kam beim Schlagballwurf. Unsere Mädchen warfen zwischen 38 und 41m und lagen damit leider hoffnungslos hinter den Mädchen der Schulen aus den neuen Bundesländern zurück. Die Siegerin warf enorme 66m . Wir wurden vom 5. Platz (nach dem Kugelstoßen) auf einen ernüchternden 9. Platz durchgereicht -- von nun an war unser unmittelbarer Konkurrent aus dem Saarland ständig vor uns.
Derweil kämpften sich unsere Mädchen im Hochsprung wieder in die obere Hälfte der Tabelle heran -- Laurer Maurer übersprang im 3. Versuch 1,50m und war damit Viertbeste in der Einzelwertung. Laura Stutzkeitz schaffte 1,44m und Sarah Schmitt 1,35m. Die Siegeshöhe war 1,59m.
Allerdings gab es einen unerwarteten Leistungseinbruch über die 800m. Die Schnellste aus Neubrandenburg lief die 800m in 2:16 Minuten. Vier Läufe später ging Corinne die 400m in 1:13 Min. durch und belegte in ihrem Lauf den vorletzten Platz in knapp 2:38 Minuten -- fast zehn Sekunden über ihrer Bestzeit. Sie ließ, trotz ihres verständlichen Ärgers, nur kurz den Kopf hängen und konzentrierte sich auf ihre nächste Disziplin -- die Staffel.
Samira Welte, die immer von sich sagt, dass sie die erste Runde lieber "bummeln" will, um in der zweiten Runde alles zu geben, hielt sich an ihre selbstgewählte Vorgabe und lief die 400m in 1:17 Min., doch die 800m beendete sie in neuer persönlicher Bestzeit in 2:34 Minuten. Elena Lichtenberger lief die 800m in 2:57 Min.
Nun kam alles auf die 4- x  75-Meter-Staffel an, da wir immer noch auf einem nicht optimalen 9. Platz lagen.
Von allen gemeldeten Staffeln liefen wir die zweitbeste Zeit -- deutlich vor Neubrandenburg und nur knapp in der Endauswertung hinter Jena II -- eine 38,02 Sekunden.

Unsere zweite Staffel legte einen denkbar knappen Wechsel von Position 3 auf 4 hin -- und zunächst hatten die Kampfrichter unsere II. Staffel disqualifiziert -- doch Corinnes Mutter hatte gerade diesen Wechsel gefilmt, da sie auf Augenhöhe stand. Nach einiger Überzeugungsarbeit, dank des guten Bildmaterials, mussten die Kampfrichter die Disqualifikation zurücknehmen, bemerkenswert, wie positiv und kämpferisch unsere Mädchen an jenem Tag aufgelegt waren und um jeden Punkt rangen. Am Ende belegten wir einen unseren eigenen Erwartungen entsprechenden, 7. Platz mit 7226 Punkten.

Einsam an der Spitze rangierte Neubrandenburg mit 8178 Punkten. Insgesamt waren wir die zweitbeste Schule aus den alten Bundesländern hinter Saarbrücken.
Die Mädchen ließen sich ihre gute Laune auch in den folgenden Tagen nicht nehmen und lernten Berlin gut kennen -- Nicole konnte endlich das Pergamon- und das Ägyptische Museum besuchen und überraschte uns mit der Übersetzung ägyptischer Hieroglyphen.

 

Wie ich finde, kann sich dieses Ergebnis sehen lassen. Gratulation an alle Wettkämpferinnen.

 

M. Schlicht


 

 

 

                                                          

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letzte Aktualisierung 11/03/2009